Über uns

Über uns

Der Ungarischer Verein für Mentalisieren hat seinen Sitz in Pécs und ist Zusammenschluss von Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiater und Sozialarbeiter, die in Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) fortgebildet sind, und die Verbreitung des Mentalisierungskonzeptes in Ungarn erzielen.

Als Vorgänger des Vereines haben Tamás Kárpáti, Júlia Jakab, Katalin Simicz-Futó und Róbert Rozgonyi, Mitarbeiter der Gemeinnützige Stiftung INDIT und des Vereines Mérföldkő in 2015 eine MBT-Arbeitsgruppe gegründet, damit sie mit Hilfe mentalisierungbasierter Erfahrungen ihre Therapien für Drogensüchtige Patienten besser anpassen können. Diese Pionierarbeit wurde von Bergen Clinics Foundation (BCF) und Anna Freud Centre (AFC) in London sowohl willkommen geheißen als auch unterstützt.

In kurzer Zeit schlossen sich weitere Kollegen der Arbeitsgruppe an, die daraufhin sofort ein MBT Basic Training im Jahr 2015 von Anthony Bateman und Peter Fonagy bekamen, welche die Ausarbeiter der MBT sind. Zur Einleitung der MBT in die tagtägliche Praxis hat die regelmässig Supervision von norvegischen BCF enorm beigetragen.
In 2017 hat die Arbeitsgruppe zwei Träume verwirklicht: zum einen haben die Mitglieder Practitionner Training in London absolviert, zum anderen eröffnete die MBT Ambulanz als Spezialangebot der Stiftung INDIT für Dualdiagnose-Klienten mit Borderline Störung und Abhängigkeit.

MaME, Ungarischer Verein für Mentalisieren wurde für breitere Ziele der Arbeitsgruppe gegründet, sowie Erfahrungen mit der MBT teilen, Interesse für die Methode erwecken, Mentalisierungkonzept näher bringen, weitere MBT-Arbeitsgruppen unterstützen, Fortbildungen organisieren, Kooperationen erarbeiten, Peer-Supervision organisieren zu können.

Die Mitglieder des Vereines üben teilweise therapeutische Aktivität in der MBT Ambulanz aus, teilweise sind sie für andere Aktivitäten des Vereines verantwortlich.

Über die Methode:Über die Methode:Die von Peter Fonagy und Anthony Bateman entwickelte Methode basiert auf dem Erwecken und Aufrechterhalten der Interessen für sowohl die eigenen mentalen Zustände als auch die von anderen. Das setzt die Fähigkeit voraus, Gedanken, Gefühle, Absichten, also die innere psychische Welt bei sich und anderen wahrzunehmen und zu verstehen, auch wenn sie von eigenen Perspektiven in erheblichem Mass abweicht. Das fördert auch die Emotionsregulation.

Mentalisieren ist eine Fähigkeit, die jeder besitzt. Doch leider ist diese Fähigkeit oft gerade dann eingeschränkt, wenn wir sie am meisten brauchen:

  • um Missverständnisse zu verstehenin
  • Krisensituationen und bei heftigen Gefühlen
  • in für uns bedeutenden Beziehungen
  • bei der Verarbeitung von Traumata
  • in Psychotherapien

Die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) wurde in den ’90 Jahren in einem Tagesklinik-Setting in der Behandlung von Borderline Patienten entwickelt, aber MBT als ein leitendes Konzept hat sich auch als sinnvoll in ambulanter Therapie gezeigt, ihre Effektivität wurde in zahlreichen Studien bestätigt.

Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) bezeichnet eine Reihe von Behandlungskonzeptionen, denen eine hohe Struktur,  die Teamorientierung und Manualisierung gemeinsam ist. Sie setzt für die Behandler und das Team regelmäßige Supervision unter den Aspekten des Mentalisierungskonzeptes voraus.

Das Verbreiten des Mentalisierungskonzeptes und die Forschung herum hat auch dazu beigetragen, dass MBT heute auch in anderen psychiatrischen Störungen, wie dissoziale Persönlichkeitsstörung, prodromale Psychosen, Essstörungen gerne angewendet wird.

Die Methode wurde auch für Familiensetting (MBT-Family), für Jugendliche Klienten (MBT-Adolescent) und für Arbeit mit Kindern adaptiert. Das Konzept gewinnt Interesse in anderen Bereichen wie Mentalhygiene, Kinderschutz, Schulen (Schools in Mind).

Stellungnahme

MBT ist von dem Psychotherapie Rat in Ungarn noch nicht als eigenständige Psychotherapie-methode anerkannt worden. Unser engagiertes Team betrachtet Selbsterfahrung, kontinuierliche Supervision, Fortbildung und die kollegiale Beziehung zu Richtlinien-Psychotherapien als hohe Priorität. Einen eigenen Kodex hat der Verein noch nicht verfasst, aber wir erkennen den ethischen Kodex der Psychotherapie (2015) an und schätzen diesen sehr. Wir achten besonders darauf, dass unsere Mitglieder ausreichende Kenntnisse haben, mit hoher Verantwortung arbeiten und rechtlich angemessen mit Videoaufnahmen umgehen.

Mitglieder

  • Tamás Kárpáti, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut in Bildung, MBT Therapeut, President des Vereines
  • Júlia Jakab, Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, MBT Therapeutin
  • Dr. Katalin Simicz-Futó Psychiaterin, Psychotherapeutin, MBT Therapeutin
  • Eszter Susenka, Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin in Bildung, MBT Therapeutin
  • Róbert Rozgonyi, Sozialarbeiter, Supervisor-Coach, MBT Therapeut
  • Dorina Kovács-Ágoston, Sozialarbeiterin, MBT Therapeutin
  • Szabolcs Juhász Diplom-Psychologe, MBT Therapeut
  • Dr. Kata Lénárd, Diplom-Psychologin, PhD.
  • Dr. Júlia Varga, Psychiaterin, MBT Therapeutin
  • Dr. Attila Trábert, Psychiater, Addiktologe
  • Dr. Ágnes Nagy, Psychiaterin, Psychotherapeutin in Bildung, MBT-Therapeutin
  • Orsolya Demetrovics, Diplom- Psychologin, MBT-Therapeutin

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  • das Mentalisierungskonzept in Ungarn verbreiten kann
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